Man kann ja von Graffiti halten was man mag, aber es gibt so Orte, da passt das hin. Da sieht das sogar richtig gut aus. Klar, es ist und bleibt Sachbeschädigung solange der Eigentümer der “verzierten” Fläche nicht sein Einverständnis gegeben hat, aber das stört die Sprayer sowieso nicht.
Und wenn sich die Jugendlichen schon künstlerisch betätigen wollen, dann lieber mit gut gemachten Bildern, auch wenn man den dargestellten Text als ungeschulter Normalbürger eh nicht lesen kann, als mit Minischmierereien und zerkratzten Scheiben, also Tags und Scratchings.
Hier zum Beispiel wäre nur eine weitere Müllecke in der Großstadt, da macht so ein buntes Bildchen schon ordentlich was her. Graue Ecke an grauen Garagenkomplexen bieten sich ja auch an um dort den Sprayern freie Hand zu lassen. Die hier gezeigte Ecke scheint übrigens ganz offiziell freigegeben gewesen zu sein, denn beidseitig der Straße war alles angemalt. Dabei aber nicht wahllos sondern immer schön abschnittsweise nebeneinander.
Wie man sieht, sieht man wirklich nichts. Zumindest eben nicht als Uneingeweihter. Vielleicht sollte man zur Pflicht machen, das direkt neben dem Graffitti in Druckbuchstaben der Text wiederholt wird, dann versteht man wenigstens die “Message” die darin stecken soll.
Zwischen den unlesbaren Schriftzügen hockt dann aber zuweilen auch eine offensichtlich gut aufgelegte Gestalt…:
Aber nicht nur die allgegenwärtigen Schriftzüge waren an diesem Garagenkomplex vertreten, auch richtige Bilder gab es zu sehen. Zwar nicht so, wie manch professioneller Sprayer die Bilder bei bezahlten Aufträgen an Trafohäuschen malt, aber durchaus vorzeigbar. Da sieht man gleich welches Potenzial in manchem Sprayer steckt. Einmal war da das Bild, das von den Formen her noch stark an die Schriftzüge erinnerte…
…gefolgt von einer netten Ordnungshüterin, deren Urheber schon wahre Comiczeichnerqualitäten an dfen Tag gelegt hat:












Am 6. April 2009 um 11:03 Uhr
Wir haben hier auch ein paar Flächen wo es erlaubt wird, da steht dann sogar ne Webadresse der Künstler dabei. Leider gibt es aber auch unter den Sprayern schwarze Schafe, die die guten Werke überschmieren und das sieht dann wieder doof aus.
Passend dazu auch irgendwo der Spruch: “Durchs Drüberschmieren wird keiner Fame” oder so ähnlich.
Am 6. April 2009 um 15:17 Uhr
Die sehen ja mal geil aus. Die Grafittis und die Fotos!