Jeder überlegt sich sicherlich zuweilen, wie er es am besten anstellen kann, damit ihm andere ihr Geld überlassen. Und das möglichst ohne vorgehaltene Waffe. Ein paar findige Gesellen haben eine, wie ich meine recht interessante, Lösung für dieses Dilemma parat. Sie verkaufen etwas, das sie nicht selbst herstellen müssen.
Genaugenommen handelt es sich dabei um ein Lied. Ein Lied, das aus 150.000 Noten zusammengestrickt werden soll. Dabei bezahlt der geneigte Teilnehmer jeweils 1 Euro für eine Note. Ziel ist es, insgesamt 150.000 Noten zu verkaufen. Bis hierhin gibt es noch keinen Anreiz. Der kommt am Ende der Aktion. Das Lied, das aus den gekauften Noten entsteht, wird den Käufern zum Download angeboten. Somit wird also eigentlich nicht die Note gekauft, sondern das Gesamt”werk”, welches dann in den Verkaufscharts Goldstatus erreicht. Die goldene Schallplatte wiederum wird dann unter allen Teilnehmern verlost.
Wer unbedingt mitmachen will: Hierhin!
Bleibt eine Frage: Wessen Ohren werden das Lied schadlos überleben? Immerhin haben Lieder, die goldene Schallplatten haben wollen, gewisse Kriterien zu erfüllen:
Eine Single darf höchstens 23 Minuten dauern (so ist es von der IFPI (Verband der phonografischen Wirtschaft) vorgeschrieben). Da unser Song später aus 150 000 Noten bestehen wird, führte eine Aneinanderreihung der Noten zu einem Lied von 3,5 Stunden (bei 700! Schlägen pro Minute). Um dies zu verhindern haben wir 10 Instrumente parallel Übereinander gelegt. So wird das Lied nur ca. 22,8 Minuten lang.
[Quelle: gold-together.de]
Und ich bin mir ziemlich sicher, das dies recht krass klingen wird. :sick:
Alles in allem wurde dann ein wenig investiert (Server, Anwalt, Firmengründung, etc.) und wenn das Projekt Erfolg hat, ist ein hübsches Sümmchen am Start. Clevere Idee eigentlich…
[via]
Übrigens: Wer sich sein Geld sparen will, muss eben nur warten bis das Projekt gelaufen ist, dann wird das Lied unter die “CreativeCommons Namensnennung- NichtKommerziell- Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 Deutschland”- Lizenz gestellt.
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Am 18. Mai 2008 um 20:41 Uhr
Hi Maik,
danke für Deinen Bericht über unser Projekt.
Zu Deinen Bedenken:
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Bleibt eine Frage: Wessen Ohren werden das Lied schadlos überleben?
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Ich denke: Wir haben bisher schon genügend Lieder überlebt/ ertragen, welche die GS bekamen – da kommts nun auf die Spitze des Eisbergs auch nicht mehr an
Auch wenns wirklich recht krass wird..
Aber genau darum gehts uns ja: Qualität ist für ne GS überhaupt nicht entscheidend
Grüße nach Berlin
Am 18. Mai 2008 um 20:48 Uhr
Sorry für den doppenpost.. Meine Internetverbindung is heute schon recht träääääge
Am 19. Mai 2008 um 06:55 Uhr
Absolut geil die Idee. Da wünsche ich den Jungs das es klappt. Ich habe Hochachtung vor solchen kreativen Menschen. Es gab auch mal einen der hat Bohnen bei E*ay verkauft mit Zertifikat das die Bohne aus der Dose xy stammt. Der hat damit soweit ich weiß knapp über 100.000 Pfund gemacht. Ist doch klasse. Werd da heute Abend mal vorbei surfen und wer weiß, vielleicht hab ich ja meine Spendierhosen an. :alien:
Am 19. Mai 2008 um 07:07 Uhr
Hey Luigi,
freut mich, dass Dir die Idee gefällt. Da wir leider noch ganz am Anfang stehen, ist jede Verbreitung sehr wichtig für uns.. Hättest Du nicht auch Lust in Deinem Blog darüber zu schreiben?
Grüßle
Am 19. Mai 2008 um 08:11 Uhr
Ich hab den Doppelkommentar gelöscht.
Am 19. Mai 2008 um 21:22 Uhr
goldene Schallplatte…
Das eine goldene Schallplatte nicht unbedingt etwas mit der Qualität eines Songs zu tun hat dürfte allgemein bekannt sein. In unserer schnelllebigen Zeit kommt es leider viel zu oft vor das ein Musikstück dank perfekter Vermarktung zum Kassenschla…..
Am 20. Mai 2008 um 00:55 Uhr
[...] In dessen Bugwelle kamen dann gleich auch noch einige andere Blogeinträge über uns zu Tage: bischiweb-online.de, nerdwissen.de und hartgekochtes berichteten über uns.. Vielen Dank an dieser Stelle [...]
Am 20. Mai 2008 um 13:06 Uhr
Vielleicht sollte man die Anzahl der Noten (und somit den möglichen Gewinn) etwas reduzieren – immerhin würden so die Chancen steigen, dass nicht nur krach entsteht. Aber vielleicht bin ich ja auch nur allzu pessimistisch
Am 20. Mai 2008 um 21:04 Uhr
Hi S. Meyer..
natürlich wäre es einfacher weniger Noten zu haben, doch die Vorgabe der IFPI ist ja, dass 150.000 Singles verkauft werden müssen.. Und die Kopplung Note Single ist ja gerade der Trick, wie wir zu der offiziellen GS kommen wollen
Aber warum einfach, wenns auch schwerer geht?
:pinch:
Am 21. Mai 2008 um 09:09 Uhr
Da hab ich einige Fragen zu diesem Projekt:
- Wieviele Käufer haben sich bis jetzt eingefunden?
- Was wird mit dem eingenommenen Geld gemacht? Wird das an irgend eine Organisation gespendet, oder dient die Kohle zur Eigenfinanzierung? Denn ich schätze mal, wenn der Erlös einer Gemeinnützigen Organisation gespendet wird, wäre die Summe recht schnell zusammen…
- Geht das wirklich so einfach, dass man mit einem Lied Goldstatus erreicht, nur weil es 150.000 Verkäufe hat? Das kann sozusagen jeder schaffen? Ich dachte bisher, dass das nur “angemeldete Künstler” (muss man sich eigentlich als Künstler bzw. Musiker irgendwo anmelden) erreichen können…
Am 21. Mai 2008 um 10:45 Uhr
1. Bisher gab es 255 verkaufte Noten/Lieder, das sieht man aber immer ganz aktuell auf gold-together.de.
2. Das können Dir die Urheber des Projektes ssagen, ich nehme aber mal an, das dies ein netter Nebenverdienst wird.
3. Ja.
Am 21. Mai 2008 um 13:06 Uhr
Goldene Schallplatte mitzumachen…
Eigentlich eine witzige Idee: es wird ein Lied produziert, das aus 150.000 Noten* besteht. Jede dieser Noten kann von einem Internet-User gesponsort für nur einen Euro gekauft werden. Mit dem Ertrag wird gleichzeitig das fertige Lied verkauft.
Am Ende…
Am 21. Mai 2008 um 13:47 Uhr
@Plissee:
zu 1: Die zahl der Teilnehmer findest Du immer ganz aktuell auf http://www.gold-together.de/mitwirkende.php
zu 2: Was wir damit vorhaben? Rosa Plüsch-Panzer kaufen.. und zwar jede Menge!
Ne, ernsthaft: Wir haben beim “auf-die-beine-stellen” des Projekts gemerkt, dass man immer doch recht viel Geld braucht, um einigermaßen voranzukommen. Wir hatten sie bis jetzt nicht und erhoffen uns nat. durch die Einnahmen von gold-together beim nächsten Mal etwas “einfacher” loslegen zu können.. Ist nicht notwendig, wir aber quasi empfohlen – wegen der Überprüfung der Verkaufszahlen. Wir sind nicht Mitglied der Gema und brauchen deshalb am Ende der Aktion nen Wirtschaftsprüfer, der die Verkäufe bestätigt.
Genauere Informationen findest Du teilweise in unserer FAQ, bei Wikipedia und ifpi.de – wir haben das alles aber schon abgecheckt, bei der ifpi angerufen, nen Anwalt drangesetzt, so dass da kein Wind mehr durchgehen solle
Sollten weitere Fragen offen sein, kannst Du Dich gerne an team at gold-together wenden – wir beantworten sie Dir gerne..
Viele Grüße
Harald von gold-together
Am 21. Mai 2008 um 15:49 Uhr
@ Harald
Danke für die Antwort. Dann wünsche ich den Betreibern mal viel Glück, dass das Vorhaben gelingt. Und wenn schon jemand eine so wahnsinnige Idee hat – soll er den möglichen Gewinn auch genießen. Nicht alles muss man an irgendwelche Organisationen spenden (die teilweise auch nichts vernünftiges damit anfangen…).
und denkt dran Euch fürs Guiness Buch anzumelden (oder ähnliches).
Am 21. Mai 2008 um 16:42 Uhr
@S.Meyer: Danke für die Glückwünsche und den Tipp mit dem Guiness Buch.. Wir werden uns mal schlau machen müssen, ob wir dafür in Frage kommen. Du kennst Dich nicht zufällig damit aus?
Gruß