Wie bereits erwähnt stiefelte Schrottie heute zum EDV-Dealer seines geringsten Mißtrauens und erwarb käuflich einen DVB-T-Receiver. Das Teil welches man mir empfahl war ein “Freecom DVB-T USB Stick“.
Kaum zu Hause wurde das Ding gleich am Rechner angestöpselt. Nach der üblichen Installationsorgie konnte es nun losgehen mit der Sendersuche. Hmm, ganze 16 Sender wurde gefunden. Das es hier Probleme geben könnte war mir schon klar, immer hatte selbst der gewöhnliche DVB-T Receiver schon Probleme und fand nur alle Sender als er in einem anderen Zimmer suchen durfte. Irgendwie passt es hier im Arbeitszimmer nicht mit dem Empfang. Und da kann die kleine Stummelantenne schon gar nichts reißen. Also hab ich das Ding an die Antenne des stationären Gerätes angeschlossen und die Suche fand prompt 27 Kanäle. Fein.
Erste Funktionsprobe: Die Fernbedienung funktioniert nicht.
Aber nicht unterkriegen lassen, Fehler findet man am besten durch Referenzinstallationen. Und diese sollte erstmal testweise unter Linux erfolgen. Aber Pustekuchen. Linux erkannte das Ding nicht. Also Notebook neu starten und Windows laden lassen. Wieder die Installationsorgie und die Sendersuche, diesmal gleich mit der größeren Antenne.
Erste Funktionsprobe: Die Fernbedienung funktionert.
Blöd ist jetzt, das die 5.1-Soundkarte im Desktop-PC steckt, und beim Fernsehen soll ja auch der Ton stimmen. Lassen wir also das Notebook für den Fernsehgenuß außerhalb der eigenen 4 Wände und geben ihm erstmal Linux zurück. Es muss ja auch am Desktop-PC funktionieren.
Beim einstöpseln machte sich nun die etwas andere Position des Sticks empfindlich bemerkbar: Das mitgelieferte Verlängerungskabel war 2cm zu kurz, also musste der Scanner weichen. Zu schnell umgestöpselt und: Blue Screen of Death! Cool, das hatte ich mit WindowsXP erst einmal.
Neustart und los. Das TV-Programm läuft. Aber ziemlich ruckelig. Das sollte aber weder am Prozessor (1.8GHz) noch an der Grafikkarte (nVidia GForce 9600) noch am RAM (768 MB) liegen. Also mal den Systemleistungsmonitor angemacht und nachgesehen. Prozessor bei 30%, RAM bei 15%. Das kann es also nicht sein. Es mussten also andere Anwendungen sein.
Nachdem ich Steam, Outlook, Feedreader, mIRC und Firefox beendet hatte ging es. Weitgehend. Das Bild ist bei weitem nicht so prickelnd wie man es sich von digitalem Fernsehen erwartet (und auch gewohnt ist), aber als Ersatzlösung ist es durchaus brauchbar.
Übrigens: Ich bin für jeden Tipp dankbar der mich auf die Spur zum Grund für das Versagen der Fernbedienung führt.
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