Nachdem ich beim Upgrade von Dapper Drake auf Edgy Eft die Kommandozeilenmethode via apt-get verwendet habe, nahm ich diesmal die GUI-Methode mit Hilfe des Updatemanagers. Feisty Fawn lockte schon seit geraumer Zeit, also nahm ich das heutige Erscheinen zum Anlass, sofort umzustellen.
Allerdings lief das Upgrade nicht ganz ohne Probleme ab. Nach dem Upgrade konnte das System nicht neu gestartet werden, da bis auf / keine Partition eingehängt werden konnte. Also habe ich in einem Terminal ein Pseudo-Homeverzeichnis für mich angelegt und mich dann damit angemeldet. Somit konnte ich wenigstens eine grafische Oberfläche starten und nach dem Fehler suchen.
Der Fehler lag in den Datenträgerbezeichnungen. Mit Ubuntu 6.10 wurde vom bisher üblichen /dev/hdax auf die Platten- bzw. Partitions-ID umgestellt. Da das aber bei mir Probleme hervorrief, habe ich /etc/fstab wieder ins alte Format versetzt. Und da lag nun der Hund begraben. Jetzt bei Ubuntu 7.04 heißen die Partitionen nicht mehr /dev/hdax, sondern /dev/sdax. Also fix die /etc/fstab geändert, Neustart, fertig! Insgesamt lief das Upgrade, abgesehen von den Problemen im Anschluß wie folgt ab:
Vorgehensweise:
- Administrationsterminal öffnen (alternativ ein normales Terminal und dort mit “
sudo -s” dauerhaft die Konsole an root übergeben) - “
update-manager -c -d” eingeben - Der Updatemanager startet und sucht nach neuen Distributionsversionen. Dabei findet erUbuntu 7.04 Feisty Fawn.
- Auf “Upgrade” klicken und los gehts. Zunächst wird
/etc/apt/sources.listganz automatisch auf die neue Version, in diesem Fall Feisty, umgestellt. Dann werden aktualisierte Pakete gesucht. - Danach gibt es kein zurück mehr, wer jetzt auf “Aktulisieren” klickt, muss das durchziehen bis zum bitteren Ende
- Zuerst werden alle Paketeheruntergeladen.
- Während der Installation der Pakete kommt es zuweilen zu Nachfragen, falls irgendwelche Konfigurationsdateien geändert werden sollen. Hier muss man halt selbst entscheiden ob die ersetzt oder beibehalten werden sollen. Hat man die jeweiligen Dateien bisher nicht geändert, dann kann getrost ersetzt werden. Ist man sich unsicher, behält man eben die bisherigen bei. Ebenso werden zwischenzeitlich einige Dienste, sofern verwendet, neu gestartet, damit diese Dienste die geänderten Pakete verwenden. Bei mir waren das Fetchmail und Spamassassin.
Der Download der ca. 980 MB Pakete lief mit 30 Minuten recht zügig durch, selbst ein nebenbei auf einem anderen Rechner im Netzwerk laufender Radiostream tat der Geschwindigkeit keinen Abbruch und auch nebenbei surfen war machbar. Nur sollte man dafür eben einen anderen Rechner als den zu aktualisierenden nehmen. Ist aber eigentlich selbstverständlich.
Was auf sonst noch zu beachten ist:
- Beim Upgrade kann es, sofern der nVidia-Grafiktreiber verwendet wird, zu Problemen kommen. Also sollte hier vorher ein anderer Treiber geladen werden. Ich selbst habe vom obligatorischen
ati-Treiber auf denradeonumgestellt und dies mal einfach so belassen. Probleme gab es dabei nicht. Aber eben gerade bei nVidia sollte man da höchst vorsichtig sein und während des Upgrades lieber den Standardtreiber einsetzen. - Falls man Paketquellen von Drittanbietern verwendet, so werden diese vor dem Upgrade deaktiviert. Diese muss man also nach dem Upgrade wieder aktivieren, da sonst für die daraus bezogenen Programme keine Aktualisierungen mehr gefunden werden.


Am 19. April 2007 um 19:43 Uhr
Das muss ich mir erst in Ruhe überlegen. Hab keine Lust mir alles zu zerschießen. Was gibbet denn Neues?
Am 19. April 2007 um 20:00 Uhr
Wenn Du Edgy ganz normal installiert hast, und keine Änderungen in der /etc/fstab vorgenommen hast, dann dürfte es absolut keine Probleme geben.
Neu ist vor allem die Einbindung von Desktop-Effekten, eine verbesserte Desktopsuche und diverse Änderungen, die vor allem Hardwareerkennung und vereinfachte Einbindung alternativer Treiber betreffen. Aber was rede ich da, schau einfach mal hier.
Am 19. April 2007 um 20:48 Uhr
[...] in Feisty Fawn rennt!: Wenn Du Edgy ganz [...]
Am 20. April 2007 um 08:58 Uhr
Das Ganze da oben wäre ja auch für einen Linux-Dummy wie mich brauchbar, wenn…
…ja wenn Du noch kurz aufschreibst, wie man sich im Terminal ein Pseudo-Homeverzeichnis anlegt und mal eben fix den Grafiktreiber umstellt.
Ich hab nämlich die fstab editiert, um div. andere Linuxe und Windows einzubinden und natürlich die xorg.conf komplett umgeschrieben, wegen Nvidia und TV-out.
Am 20. April 2007 um 09:09 Uhr
Wenn Du in der fstab UUIDs verwendest, dann ist das absolut unproblematisch und wird weiterhin funktionieren. Und die Änderungen in der xorg.conf ganz einfach zurücknehmen, zumindest was den Abschnitt “Device” betrifft. Dann sollte alles klappen. Okay, man kann auch ganz einfach versuchen mit geladenem nViaida-Treiber den Spaß zu machen, Probleme sind ja nicht die Regel sondern eher die Ausnahme.
Am 20. April 2007 um 10:04 Uhr
Nee, ich habe natürlich keine UUIDS genommen. Ich habe viele Partitionen und das war mir zu kompliziert. Ich weiß gar nicht, wo ich diese UUIDS herbekomme. Aber ich sehe schon, wenn Du noch ein bisserl weitermachst, wage ich mich doch dran
Am 20. April 2007 um 10:08 Uhr
An die UUID kommst Du ganz einfach: Terminal öffnen und
sudo tune2fs -l /dev/hda1eingeben. So bekommst Du bspw. die UUID für hda1.
Am 20. April 2007 um 11:41 Uhr
Jau, hab ich kapiert und probiert. Ich habe aber NTFS-Partitionen und da scheints keine UUID zu geben.
Am 20. April 2007 um 11:55 Uhr
Die hat definitiv eine. Probier mal:
sudo blkidAm 20. April 2007 um 12:45 Uhr
Nö:
Am 20. April 2007 um 12:53 Uhr
Hmm, manchmal hat blkid tatsächlich Probleme dabei, NTFS-Partitionen zu erkennen. Bringt
sudo tune2fs -l /dev/sda1etwas? Alternativ kann auch
Auskunft bieten, da muss man aber ordentlich in der Ausgabe suchen und die UUID mit der Kristallkugel zuordnen, was aber bei nur einer fehlenden UUID kein Problem ist.
Am 20. April 2007 um 12:54 Uhr
Unfug, sda1 ist ja albern, da Du noch Edgy benutzt. Also bleibt erstmal lshal…
Am 20. April 2007 um 12:57 Uhr
Und gleich noch eine Möglichkeit:
ls /dev/disk/by-uuid -alAm 20. April 2007 um 12:59 Uhr
eben
Da kam das raus:
tune2fs 1.39 (29-May-2006)
tune2fs: No such file or directory beim Versuch, /dev/sda1 zu öffnen
Kann keinen gültigen Dateisystem-Superblock finden.
lshal sagt:
pci_1106_571_ide_0_0
storage_serial_VNVD02G4GZHZRT
volume_uuid_5C18F5D718F5B05E
volume_part2_size_1024_0
volume_uuid_98b80ab0_8cd4_4828_8c8b_6be407043bba
volume_uuid_A4ACD856ACD82518
volume_uuid_45F6_CF47
volume_part7_size_3142024704
volume_uuid_64a1db14_d5b1_4a67_8f30_4af2014f7668
pci_1106_571_ide_0_1
storage_serial_672123341870
volume_uuid_0fb5f1a4_4a7c_4606_aa41_f309a44ac1a5
volume_part2_size_1024
volume_uuid_92014062_edad_410d_80d6_b2bffc24bb7d
Am 20. April 2007 um 13:15 Uhr
Ich häng im Spam-Filter, oder?
Am 20. April 2007 um 13:20 Uhr
Ja, hab Dich wieder rausgekratzt. Einen Kommentar davon nehme ich gleich noch raus, muss ja nicht doppelt sein, nur wollte ich das nicht über das Akismet-Panel machen.
Also scheint auch lshal nicht so ganz verwertbare Ergebnisse zu bringen. Hast Du inzwischen mal
ls /dev/disk/by-uuid -alprobiert?
Am 20. April 2007 um 13:33 Uhr
ls /dev/disk/by-uuid -al bringt:
insgesamt 0
drwxr-xr-x 2 root root 160 2007-04-20 11:24 .
drwxr-xr-x 5 root root 100 2007-04-19 08:13 ..
lrwxrwxrwx 1 root root 10 2007-04-19 06:13 0fb5f1a4-4a7c-4606-aa41-f309a44ac1a5 -> ../../hdb1
lrwxrwxrwx 1 root root 10 2007-04-19 06:13 5C18F5D718F5B05E -> ../../hda1
lrwxrwxrwx 1 root root 10 2007-04-20 11:24 64a1db14-d5b1-4a67-8f30-4af2014f7668 -> ../../hda8
lrwxrwxrwx 1 root root 10 2007-04-20 11:24 92014062-edad-410d-80d6-b2bffc24bb7d -> ../../hdb5
lrwxrwxrwx 1 root root 10 2007-04-20 11:24 98b80ab0-8cd4-4828-8c8b-6be407043bba -> ../../hda3
lrwxrwxrwx 1 root root 10 2007-04-19 06:13 A4ACD856ACD82518 -> ../../hda5
Am 20. April 2007 um 13:34 Uhr
Ja, ich weiß….
Am 20. April 2007 um 13:38 Uhr
Seltsam das. Also bliebe nur eine Möglichkeit: Upgrade durchführen und später die NTFS-Platte in der fstab von hdaX auf sdaX ändern. Das sollte eigentlich funktionieren.
Am 20. April 2007 um 13:46 Uhr
Liegt auf der nicht der Bootmanager?
Am 20. April 2007 um 13:55 Uhr
Ja. Aber bei mir war es ja auch das Problem mit den fehlenden Laufwerken. Einzig /dev/hda1 wurde als solches erkannt und dann gestartet. Bootmanager kann damit umgehen und startet den gewählten Kernel von der passenden Partition. So hatte ich bspw. bis vorhin, als ich die fstab auf UUIDs umgestellt habe, neben den ganzen /dev/sdaX auch eine /dev/hda1. Denn also solche wurde die von Grub gestartet und Feisty konnte sich quasi nicht wehren. :angel:
Abgesehen davon: Der Bootmanager wird vom BIOS aufgerufen, also stellt das alles kein Problem dar, denn das BIOS schaut, unabhängig von den Bezeichnern, immer auf der ersten Platte nach.
Am 20. April 2007 um 14:02 Uhr
Ich hab grad mal in die menu.lst geschaut. Die wurde durch das Upgrade nur dahingehend verändert, als das Feisty, sprich der neue Kernel, eingetragen wurde. Und selbst dieser Eintrag sieht so aus:
Daran sieht man, das Grub eben nicht irgendwelche Bezeichner oder UUIDs verwendet, sondern die Platten nach ihrer physischen Lage benennt. Also würde, selbst wenn bspw. zunächst das /home nicht erkannt würde, Windows noch immer starten. Es wird ja auf der physischen Platte gesucht. Ist bei Dir bspw. Windows auf der allerersten Partition, dann wäre es eben auf (hd0,0) und würde auch von da geladen werden. Da kann also nichts schiefgehen.
Die Zuordnungen der fstab werden ja erst dann interessant, wenn der Kernel das Dateisystem einhängen will. Und dazu wird dann die fstab verwendet. Sind hier alle wesentlichen Partitionen schon per UUID eingetragen, funktioniert alles. Und das ist ja bei Dir der Fall. Einzig für den Zugriff auf die Windowspartition von Linux aus wird ein entsprechender Eintrag benötigt. Ist das nicht nötig, dann kannst Du so loslegen und brauchst nichts ändern. Alternativ kannst Du dann auch unter Feisty nach der UUID der Windowspartition suchen und sie nachträglich in die fstab eintragen.
Am 20. April 2007 um 14:22 Uhr
Wie sieht’s denn bei Dir zeitlich aus?
Ich kann ja parallel mit dem anderen Rechner noch online gehen, falls was schiefgeht. Wann bist Du daheim, daß ich jemanden zum virtuellen Händchenhalten habe?
Am 20. April 2007 um 14:24 Uhr
Heute sicherlich noch bis ca. 17.30 Uhr.
Am 20. April 2007 um 15:01 Uhr
Hab noch Besuch, mal sehen wann der geht, sonst vielleicht morgen oder übermorgen.
Am 20. April 2007 um 15:13 Uhr
Morgen und Übermorgen wirds knapp, weil morgen ist großes Kampftrinken mit den Kollegen angesagt…
Am 20. April 2007 um 15:20 Uhr
Also, was mach ich als Erstes?
Am 20. April 2007 um 15:27 Uhr
Alle Anwendungen beenden und dann im Terminal:
sudo update-manager -c -dDer Rest ist selbsterklärend.
BTW: Im Zweifelsfall bin ich im #junkie-chat erreichbar…
Am 20. April 2007 um 15:48 Uhr
Erst lädt er zwei Dateien, dann 77 und dann kommt:
Failed to fetch http://archive.canonical.com/ubuntu/dists/edgy-commercial/main/binary-i386/Packages.bz2 Unterprozess bzip2 ist mit einem Fehlercode zurückgekehrt (2)Failed to fetch http://archive.canonical.com/ubuntu/dists/edgy-commercial/main/binary-i386/Packages.bz2 Unterprozess bzip2 ist mit einem Fehlercode zurückgekehrt (2)
Am 20. April 2007 um 16:02 Uhr
Entferne mal Edgy-Commercial aus Deinen Paketquellen, bzw. deaktiviere es in der Paketquellenverwaltung (System – Administration – Software-Quellen – Software von Drittanbietern). Immerhin sollen ja auch keine Edgypakete geladen werden, sondern die von Feisty. Das wird dann automatisch geändert, nur Drittanbieterquellen sollten deaktiviert sein.
Am 21. April 2007 um 20:41 Uhr
Erstmal ganz lieben Dank für Deine Hilfe!
Bei mir hat das Herunterladen und Einspielen der Pakete viel länger gedauert, vermutlich waren dann doch mehr Downloader am Werk
Das Ding ist auch sofort weich gestartet, aber nur mit “nv”-Treiber. Bis jetzt sind alle Versuche, einen anderen Treiber zu verwenden, kläglich gescheitert.