Vom Irrglauben der “Cachewolke”, oder…

Geschrieben von Schrottie am 13. März 2010 um 10:30

…warum man das Rad nicht neu erfinden muß, weil es dezentrales Geocaching bereits gibt!

Einst erwähnten die Doppel-O-Agenten in einem ihrer Podcasts, das sie sich “Geocaching 3.0″ als einen Haufen über Blogs verteilte Listings vorstellen könnten, immer mal wieder wird das aufgegriffen und aktuell geht ein neues Schlagwort durch den Dunstkreis des grünen Forums: Cloud Geocaching. Nun bin ich sehr ungern jemand, der eine Sache als Totgeburt bezeichnet, bevor es nicht tatsächlich eine wird, aber hier scheint es ganz so, als würden alle in ihrer Euphorie übersehen, das da ein ganz grober Unfug angedacht wird. Die aktuell diskutierten Möglichkeiten stellen nämlich alle die aktuelle Situation dar, nur eben um Längen verkompliziert.

Betrachten wir zunächst den aktuell immer wieder genutzten Begriff des “Cloud Geocaching”. Er ist abgeleitet vom Cloud Computing, was letztlich soviel bedeutet wie “Rechnen in der Wolke”. Rechenpower, Festplattenkapazitäten, Datenvorhaltung, Datenauswertung, eben das Ganze drumherum ist über diverse Rechner verteilt, den Anwender interessiert dabei nicht die Bohne wo sich genau was abspielt, für ihn zählt das Ergebnis und das kommt von einer Schnittstelle dioe die dezentral vorgehaltenen Ressourcen zentral verwaltet. weiter…


Tüddeldosenbeifang

Geschrieben von Schrottie am 12. März 2010 um 22:34

Gestern ging es ja wie schon erwähnt ein wenig auf Lost Place Erkundung in Berlin. Und logisch, wenn man schonmal in der Gegend ist, dann kann man auch gleich die örtlichen Tüddeldosen einsammeln. Angefangen hat das am Cache “Kleine Elefanten” (GC1YJ3M), an dem wir uns mit martiniluder verabredet hatten, liegt er doch quasi vor ihrer Haustür. Und weil wir einen Moment warten mussten, vertrieb ich mir die Zeit ein wenig mit der Canon.

20100311-131602panorama1.jpg

Mittig im Bild sind übrigens die beiden “kleinen Elefanten”, die dem Cache seinen Namen gegeben hatten. Naja, Künstler sehen manches eben ein wenig anders. Auf dem Weg in Richtung Lost Place sammelten wir gleich noch weitere Tüddeldosen (GC21RXM, GC21YY7 und GC21YYK) ein, an einer davon ergab sich dann gleich wieder die Gelegenheit reihum zu knipsen. weiter…


Volkseigene Kühltruhe

Geschrieben von Schrottie am 11. März 2010 um 21:10

Das es rund um Berlin etliche hochspannenden Lost Places gibt, darunter vornehmlich verlassene Kasernenanlagen und alte Kliniken ist ja bekannt, aber auch auf dem Stadtgebiet Berlin ist so mancher “Abenteuerspielplatz” zu finden. Da wäre zum Beispiel das alte Furnierwerk in Karlshorst, das wir im letzten Jahr auf der Suche nach dem dort versteckten Geocache (GC1JZNN und Bonus GC1JZPG) genau erkundet haben. Heute ging es wieder mal auf einen Lost Place inmitten der großen Stadt, dran war heute das ehemalige Werk 1 des VEB Kühlautomat Berlin-Johannistal.

VEB Kühlautomat Johannistal

Zwar liegt dort bisher noch kein Geocache, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Anders als das Furnierwerk Karlshorst war das Gelände hier jedoch weitläufig offen, so das sich die Suche nach einem freien Zugang als recht leicht erwies. Dafür waren die Gebäude aber auch wirklich komplett leergeräumt, kaum ein Hinweis auf die frühere Nutzung des Objektes war zu finden.

Wachturm VEB Kühlautomat Johannistal Waschraum Legale Graffiti Zone VEB Kühlautomat Johannistal

Insgesamt war der Ort aber, typisch für Lost Places, unheimlich spannend. Besonders interessant ist bei solchen Lost Places dann auch folgendes: Es ist fast unvorstellbar das der Ort schon beinahe 20 Jahre lang ungenutzt und verlassen da liegt und genauso unvorstellbar ist eben die Tatsache, das er 20 Jahre lang ungenutzt liegengelassen wurde, an sich.

VEB Kühlautomat Johannistal

So gesehen fehlt jetzt wirklich nur noch eines: Jemand der dort einen schönen Cache legt… -)


Die Berliner Ratehakendichte

Geschrieben von Schrottie am 7. März 2010 um 21:58

Eines gleich vorweg: Bei diesem Artikel handelt es sich nicht um den Versuch die Gattung Mystery Cache verallgemeinert madig zu machen. Dieser Artikel soll die aktuelle Lage am Beispiel der Stadt Berlin analysieren und mögliche Lösungen aufzeigen.

…und täglich werden es mehr!

In den Kommentaren zu meinen Überlegungen bezüglich des Outsourcings von Mystery Caches zeigte ElliPirelli einige Angaben zur Cachedichte auf, die ihre u.a. Homezome mit Seattle verglich. In Seattle zeichnete sich die Lage ab, das der von Zentrum (der Abfrage) aus gesehen 500. Mystery gerade mal 22 Kilometer entfernt lag. Das dies zu unterbieten ist war mir auf Anhieb klar, nicht jedoch das es so deutlich ausfallen würde.

Ich habe mir also bei GC eine PQ gezogen, die mir 500 derzeit aktive Mystery Caches in Berlin zeigt. Das Ganze dann ausgehend von der geografischen Mitte Berlins bei N 52° 30.083, E 13° 24.150. Wie ich es mir schon dachte, die 22 Kilometer wurden unterboten. Bereits 16,78 Kilometer vom Mittelpunkt der Umkreissuche aus gesehen war die 500 erreicht. Die aktuell Deaktivierten mit eingerechnet, käme Nummer 500 sicher noch ein kleines Stückchen näher. Aber nun hatte ich die Daten schonmal vorliegen, da musste auch weiterführend ausgewertet werden. weiter…


Massiver Fundrateneinbruch

Geschrieben von Schrottie am 7. März 2010 um 18:39

Sowas aber auch, da ist der Winter weitgehend fort, zumindest was die inzwischen unerträglichen Schneemassen betrifft, man kann also wieder auf Tour gehen und Geocaches suchen die bis vor kurzem noch unter einer dicken weißen Decke verborgen lagen und was passiert bei Familie Schrottie? Nichts.

Aber gut, diese mehr oder weniger unfreiwillige “Cachepause” war abzusehen, in diesem Monat passen unsere Dienstpläne einfach so gar nicht aufeinander und so kommt es eben, das einer zu Hause sitzt während der andere das Cachemobil in Beschlag hat. Allein losziehen ist ohne Cachemobil aber auch nicht wirklich fein, um die Ecke liegt abgesehen von blöden blauen Fragezeichen nichts suchbares und so beschränken sich die Outdooraktivitäten eben auf die kurze gemeinsame Zeit und den benachbarten Park.

Und dadurch ist es nun so, das Fang das Schaf! (OC6FE4GC1J8HW) aktuell zum bestgewarteten Geocache in Berlin wird, denn beinahe täglich wird nach dem Rechten gesehen. *gg* weiter…


Eigene Plattform für Mysteries?

Geschrieben von Schrottie am 6. März 2010 um 16:14

Eines gleich vorweg – es wird sie wohl nicht geben, die eigene Plattform für die Rätselpestcaches. Aber wie komme ich darauf?

Es ist ja inzwischen weitgehend bekannt, das ich ich ein erklärter Mysteryhasser bin, schließlich habe ich das ja schon oft genug erwähnt. Das liegt schlicht und ergreifend daran, das hier eben nicht nur das schöne Hobby Geocaching zum Tragen kommt, sondern eben auch eine zweite Beschäftigung, das Rätseln und Knobeln. Nun mag das nicht jeder, der Owner eines Mystery zwingt nun aber dem anderen sein Zweithobby auf. Dazu kommt die Problematik der Abstandskollision. Manch schöner Cache wurde abgelehnt, weil er die Abstandsregel nicht halten konnte, der Owner aber einfach mangels abgeschlossenem Studium der Atomphysik den Mystery nicht lösen konnte, der da im Wege lag.

Mir selbst hat so ein blöder Ratehaken auch schon einen schönen Wandercache (oder vielmehr eine ganze Serie) komplett zerlegt, dessen Owner hat sich ganz bockig quergestellt und aus war der Ofen. Ich hatte ja bereits darüber berichtet.

Aber zurück zum Thema. Gerade in den letzten Tagen wollte ichöfter mal wie üblich die letzten zwei Stündchen vor der Nachtschicht nutzen um gemeinsam mit $BESTEEHEFRAUVONALLEN ein paar Dosen zu suchen. Aber was musste ich feststellen? Alle in diesem Zeitfenster erreichbaren Dosen, und das sind wirklich reichlich, sind durch die Bank weg blöde blaue Fragezeichen*. Die ganze Homezone ist überzogen damit. Somit fällt eine entspannte Nachmittagsrunde aus. weiter…


Lauschhinweis

Geschrieben von Schrottie am 5. März 2010 um 15:54

Ich bin ja eigentlich nicht so der Typ, der gerne irgendwelche Podcasts hört. Okay, den Cachetalk höre ich mir zuweilen schon an, ebenso den/das Ge(o)quassel von mic@. Aber dann hört es auch schon auf. Nun machte mich eben besagter mic@auf einen Podcast der Dosenfischer aufmerksam, in dem unter anderem auch das Thema Geocaching und Deutsche Wanderjugend angesprochen wurde. Ich hörte mir das Ganze also einmal an…

Ansich war das schon ganz brauchbar formuliert, jedoch wirkte die Berichterstattung zum Thema ein wenig einseitig, der bekannte Bezug der Dosenfischer zu einem der Hauptkritiker von OC kommt noch dazu, schon blieb ein fader Beigeschmack. Genbau das gab ich per Kommentar zum Besten und schon kurz darauf lag eine Anfrage der Dosenfischer in meinem Postfach. Ob ich denn nicht einen Kontakt zur DWJ herstellen könnte, damit auch diese Seite kurz interviewt werden kann.

Kurzerhand stellte ich die nötigen Kontakte her und vorgestern Abend gab es dann das Interview mit Jörg Bertram, dem Bundesgeschäftsführer der DWJ und den Dosenfischern. Sicher reichte die Zeit kaum aus um wirklich alle Themen der letzten Zeit umfassend zu behandeln, aber ich finde es ist den Dosenfischern ganz gut gelungen wenigstens die Kernthemen ausreichend genug anzusprechen, so dass Jörg hier die Gelegenheit hatte auch mal “die andere Seite der Medaille” zu zeigen. Fein, das damit nun beide Seiten zur Sprache kamen, die Kritiker und die Betroffenen. Ich schätze mal, das allein durch dieses Interview so manch Gerücht und/oder Verschwörungstheorie entkräftet wurde.

Also: Hörbefehl! 8-)