Aus den Sourcen konnte man sich QLandkarteGT in Version 1.3.2 ja bereits schon kurz vor Weihnachten installieren, letzte Woche dann tauchte diese Version auch endlich im PPA von MMS-Prodeia auf und konnte somit unter Ubuntu mittels Aktualisierungsverwaltung geholt werden. Und diese Version bringt eine ganz spezielle Neuerung mit, die Umkreisauswahl.Mit der Umkreisauswahl ist es möglich, von jedem beliebigen Punkt auf der Karte einen bestimmten Umkreis festzulegen und auf diesem weg alle darin befindlichen Wegpunkte zu markieren. Anschließend kann man alle überflüssigen Wegpunkte ganz einfach in der Wegpunktliste löschen und hat nunmehr ausschließlich die Wegpunkte auf der Karte, die in den betreffenden Umkreis fallen.

Und weil sich das im Grunde nicht wirklich nach einer bahnbrechenden Funktion anhört, hier ein wenig Plauderei aus dem Nähkästchen. Dann wird nämlich auch klar, weshalb das hier im Blog trotzdem Erwähnung findet: weiter…
Nun ist es abgeschlossen, das “Experiment PMOC“. Ich hatte ja Ende September zwei nahezu identische Caches gelegt, von denen einer als nur für zahlende Mitglieder sichtbar gelistet wurde. Ziel dieses Experimentes war es, einige behauptungen zur Option PMO zu untersuchen. Da wird nämlich gern erzählt, das diese Option für signifikant weniger Besucher sorgt, was den Wartungsaufwand für einen solchen Cache deutlich senkt, das diese Option Anfänger fernhält, die entweder den Cache zerstören oder sich bei Heben beobachten lassen, was dann möglicheweise einen Diebstahl des Behälters zur Folge hat.
Manch einer spricht auch gern davon, das er genau diese Dinge bei seinen Caches nach Umstellung auf PMOC einen deutlichen Besucherrückgang (verbunden mit geringerem Wartungsaufwand) bemerken konnte. Hier halte ich gern das Argument dagegen, das man einen umgestellten Cache nicht in solche Betrachtungen einbeziehen kann, denn da ist die lokale Cacherschaft bereits durch und somit sinken die Besucherzahlen sowieso ganz deutlich. Man muss also, um hier ein halbwegs brauchbares Ergebnis zu bekommen, gleiche Bedingungen schaffen.
Und genau das tat ich. Zwei identische Dosen, zwei identische Verstecke, beide gleichermaßen gut mit dem Auto erreichbar, nicht sehr weit auseinander damit man grundsätzlich ohne viel Aufwand beide Dosen suchen gehen kann. Die Dosen habe ich glatte 3 Monate aktiviert gelassen, um damit der Forderung gerecht zu werden, das ein Cache auch über einen längeren Zeitraum verfügbar sein muß.
Zunächst sieht es so aus, als hätte die Option PMO tatsächlich für (wenn auch nicht wirklich signifikant) weniger Besucher gesorgt. Immerhin steht es allein durch die Logs 99 zu 145. Und damit hat der Jedermanncache 46,46% mehr Funde/Besucher zu verzeichnen. Dröselt man das jetzt aber etwas auf, dann sieht man, das die reinen Zahlen ein wenig trügen. Fassen wir mal zusammen: weiter…
Nachdem ich gestern eine Möglichkeit vorstellte, die Gespeicherten Suchen von opencaching.de recht einfach und vor allem am Stück herunterzuladen und dabei bedauernd feststellte, das diese Lösung leider noch Interaktion durch den Benutzer benötigt und somit nicht in Scripts eingebunden werden kann, fand sich prompt jemand der ein richtiges Downloadscript (für Linux) geschrieben hat.
Flopp war so freundlich dieses Script der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen:
Ich habe mal ein kleines bash/wget/gawk-Script geschrieben, das alle gespeicherten Suchen von opencaching.de runterläd: https://github.com/flopp/ocdl/
Ist allerdings noch in einer sehr rohen Form (Passwörter werden beispielsweise noch im Klartext gespeichert, usw.).
[Kommentar von Flopp]
Um das Script nutzen zu können ist es lediglich erforderlich, im Homeverzeichnis ein Verzeichnis namens .ocdl anzulegen, in das eine Datei mit den Logindaten kommt. Man kann natürlich auch den Pfad zum Konfigurationsverzeichnis im Script selbst anpassen, dann muß man dies aber auch bei jedem Update tun. Und schon deshalb ist es sinnvoll, sich zunächst an die Vorgaben zu halten. Ich selbst habe das Script direkt in das Verzeichnis gepackt, von dem aus OpenCacheManager PQs importiert und rufe es direkt über das Shellscript auf, das auch PqDL startet. So kommen dann mit einem Rutsch alle PQs von opencaching.de und geocaching.com auf einen Rutsch rein.
Update: Neben dem bloßen Download ist es nun möglich, die heruntergeladenen Pakete automatisch umbenennen zu lassen. Dabei wird dann der Name der Gespeicherten Suche und das Datum des Downloads als Dateiname verwendet.
Schon vor einiger Zeit hatte ich ja im Rahmen einer allgemeinen Toolvorstellung PqDL vorgestellt, ein Pythonscript mit dem man sich Pocket Queries von geocaching.com herunterladen kann. Der Autor dieses Scriptes hatte zwar eine Version für opencaching.de angekündigt, da es diese aber noch nicht gibt habe ich mich auf die Suche nach einer alternativen Lösung begeben. Eine ähnlich komfortable Lösung wie mit einem Script habe ich bisher zwar nicht gefunden, jedoch eine recht einfach Lösung um auch größere Mengen PQs ganz bequem mit einem Klick herunterladen zu können.
Dabei verwende ich das Firefox Addon DownThemAll (dTa!). Damit lassen sich alle auf einer Webseite verlinkten und vorhandenen Medien auf einen Rutsch herunterladen. Man kann aber auch mit diversen Filtern arbeiten, so das man den Download auf bestimmte Medien beschränken kann. Leider lässt sich DTA! nicht automatisch starten, so das der Einsatz innerhalb eines Shellscripts (oder ähnlichem) nicht in Frage kommt, aber der schnelle Download mehrerer Dateien ist ja auch so schon ganz komfortabel.
Aber zum Download der Pocket Queries. weiter…
Wie bereits angekündigt, wird die freie Geocacheverwaltung für Linux, OpenCacheManager, derzeit komplett in Java neu geschrieben. Dies wird gemacht, damit OCM auch unter Windows und OSX, aber auch unter Android läuft. Die Linuxversion wird zwar weiterhin ein paar Features mehr haben, so bspw. die Anbindung an QLandkarteGT und GPSD, aber grundsätzlich wird OCM dann plattformübergreifend nutzbar sein. Eine erste Betaversion für Linux ist für Februar 2012 geplant.
Auf dem Plan für OCM 2.0 stehen unter anderem eine umfangreichere Filterengine, um damit deutlich komplexere Filter zu verarbeiten, als es in Version 1.0.x möglich ist. So werden dann auch Polygonfilter oder Filter entlang einer Route möglich sein. Ebenso sollen API-Anbindungen für geocaching.com und die verschiedenen Opencachingknoten integriert werden. Bei den Opencachingknoten wird opencaching.de mit Priorität behandelt, da aus Deutschland der größte Teil der OCM-Nutzer stammt. Recht interessant klingt auch die Ankündigung, OCM-Datenbanken für die Nutzung in der Cloud, also bspw. mit DropBox oder Ubuntuone fertig zu machen. Als letzte große Neuerung soll OCM einen scriptfähigen Kern bekommen, der eine Nutzung der Datenbank(en) inkl. aller Operationen auch ohne das GUI ermöglichen wird. Und, so kündigte der Entwickler an, OCM wird mit Version 2.0 noch einmal deutlich schneller werden.
Alles in allem stehen also große Änderungen ins Haus, wobei gerade die Tatsache das OCM fortan plattformübergreifend nutzbar ist, die größte sein dürfte. Ob Java tatsächlich der beste Weg dafür ist – ich selbst finde ja Benutzeroberflächen die in Java realisiert wurden meistens eher weniger schön anzusehen – wird sich erst noch zeigen müssen. Aber allein die Tatsache das damit auch der Weg für eine Androidversion geebnet wird, macht es besonders interessant. 2012 verspricht also, ein spannendes Jahr in Sachen OpenCacheManager zu werden.
Direkt nach der Veröffentlichung von OpenCacheManager 1.0.10 für debianbasierte 64bit Systeme, wurde im OCM-Forum eine Möglichkeit genannt, die Pakete durch editieren der Steuerdatei auch auf 32bit Systemen für das Software-Center nutzbar zu machen:
Only for “experts”:
* Using a archivmanager to extract the *.deb file in a directory “ocm”
* Edit the “control” file in the subdirectory DEBIAN inside “ocm”
* replace “Architecture: amd64″ by “Architecture: i386″
* delete md5 file, because we modified the original file …
* changing the rights: sudo chown -R 0:0 ocm
* and finally make the new package: dpkg -b ocm opencachemanager_1.0.10-1_i386.deb
[Quelle: ocm.dafb-o.de]
Den Wunsch nach einem Paket für 32bit Systeme wurde inzwischen aber auch so Rechnung getragen. Seit heute steht ein architekturübergreifendes Paket zum Download bereit. Im Grunde war das ein absehbarer Schritt, schließlich lief das bisherige 32bit Paket problemlos auch auf 64bit Systemen, gleiches galt nun jetzt auch für das 64bit Paket auf 32bit Systemen. Da lag es nahe, das Paket endlich mal für beide Architekturen verfügbar zu machen. Zu finden ist das Paket wie gehabt bei SourceForge.
Nachtrag: Es hat sich gezeigt, das das Paket nicht auf jedem debianbasierten System läuft. Wegen der Abhängigkeit von ubuntu-system-service funktioniert es nur unter Ubuntu. Fall es Bedarf für die Verwendung unter Debian besteht, so bitte ich um entsprechende Rückmeldungen, ich leite das dann an den Entwickler weiter.